Leistungsklassen
In der Dressur und im Springen werden die verschiedenen Leistungsklassen mit den Buchstaben E, A, L, M und S gekennzeichnet. Wir haben euch hier eine Übersicht zusammengestellt, mit der ihr einen guten Überblick über die Leistungsklassen und deren Anforderungen bekommen solltet.
Springreiten
Im Springen gibt es neben der normalen Springprüfung, bei der das Paar mit der besten Zeit und den wenigsten Fehlern gewinnt, noch einige andere Varianten an Prüfungen. Beim Stilspringen zum Beispiel wird die Gesamtleistung mit einer Wertnote bewertet. Hier geht es vor allem um ein harmonisches Bild zwischen Pferd und Reiter. Beim Zeitspringen geht es, wie der Name schon sagt, um die beste Zeit. Bei der Punktespringprüfung gewinnt derjenige mit den meisten Punkten. Der erste Sprung gibt 1 Punkt, der zweite gibt 2 Punkte und so weiter. Der letzte Sprung ist der Joker und verdoppelt die Punktzahl.
Der Hindernisparcour besteht je nach Schwierigkeitsgrad aus Steilsprüngen, Kreuzen, Oxer, Trippelbarre, Gattern, Mauern und einem Wassergraben. Diese Sprünge können auch in verschiedenen Kombinationen hintereinander folgen. Der Steilsprung besteht aus einem Hindernis mit zwei oder mehreren Stangen oder Planken gerade übereinander. Das Kreuz ist ein guter Übungssprung, kommt auf Turnieren aber eher selten vor. Der Oxer besteht aus zwei Hindernissen, die direkt hintereinander aufgebaut sind. Der Sprung wird dadurch etwas breiter. Dabei können die Stangen gleich hoch sein oder nach hinten höher werden. Das Trippelbarre ist wie ein höher werdender Oxer, nur mit drei Ständerpaaren. Gatter, Mauer und Wassergraben sind tatsächlich das, was der Name aussagt.
Auch beim Springreiten gibt es verschiedene Kleiderordnungen, an die man sich halten muss. Erkundige dich da unbedingt vorher, was bei deinem genannten Turnier gefordert wird. Außerdem können beim Springreiten Gamaschen und Hufglocken zum Schutz sowie ein Vorderzeug von Vorteil sein, damit der Sattel an der richtigen Position bleibt.

Dressurreiten
Der Führzügelwettbewerb ist perfekt für die jüngeren Reiter*innen unter uns. Hier wird der Reiter oder die Reiterin sogar noch geführt. Dieser Wettbewerb dient vor allem dazu, dass man ein Gespür für den Turnierablauf bekommt und erste Turnierluft schnuppern kann.
Außerdem kann man zwischen einer Dressurprüfung und einer Dressurreitprüfung unterscheiden. Bei Zweitem liegt der Fokus hauptsächlich auf dem Reiter.
Bei einer normalen Dressurprüfung reitest du eine Dressuraufgabe, die im Normalfall aus dem Aufgabenheft der FN entnommen wird. Du kannst sie demnach vorher üben und auswendig lernen. In den verschiedenen Leistungsklassen E, A, L, M und S werden weitere Abstufungen mit einem * markiert. So gibt es zum Beispiel A* und A** Prüfungen, in denen die Aufgaben etwas schwieriger werden. Das soll den Übergang in eine höhere Leistungsklasse vereinfachen.
Was du bei jeder Dressurprüfung beachten solltest, ist, dass sehr großer Wert auf das Gesamtbild gelegt wird. Die richtige Kleidung und ein harmonisches Auftreten sind essenziell. Eine gut sitzende weiße Reithose, ein Jacket und ein Turniershirt gehören bei der Grundausstattung fürs Turnier dazu. Reitstiefel oder Stiefelletten mit Chaps sind ebenfalls Pflicht.
Auch bei dem Outfit deines Pferdes gibt es einige Vorschriften. Eine weiße Turnierschabracke ist hier nicht wegzudenken. Zudem solltest du dir unbedingt vorher noch einmal Lederreiniger und Lederpflege zur Hand nehmen – so könnt ihr beiden auf dem Platz einfach nur glänzen.
Schaue gerne mal bei dieser kavalio Story vorbei "Start in die Turniersaison - bist du bereit?" Hier haben wir dir alles rund um das perfekte Turnieroutfit zusammengefasst.

Vielseitigkeitsreiten
Die Vielseitigkeit wird oft auch als Königsdisziplin bezeichnet. Sie beinhaltet verschiedene Aufgaben der Dressur, des Springens und des Geländeritts und verlangt sehr viel Harmonie und Vertrauen zwischen Pferd und Reiter. Zudem ist nicht nur eine gute Kommunikation essenziell, sondern auch körperlich ist eine hohe Ausdauer und viel Feingefühl vonnöten. Hier gibt es ebenfalls die Klassen E-S. International werden die Klassen auch als CCI (Concours Complet International) ausgeschrieben und jeweils mit einer Anzahl an Sternchen in die verschiedenen Schwierigkeitsgrade unterteilt.
In der Vielseitigkeit ist zusätzlich zu einer angemessenen Turnierkleidung zudem eine Sicherheitsweste zu empfehlen.
Westernreiten
Die Westernreitturniere unterscheiden sich sehr stark von den bereits genannten Disziplinen. Die Hauptdisziplinen, in denen geprüft wird, sind der Trail, Western Horsemanship, Western Pleasure und Reining. Beim Trail müssen Hindernisse wie Tore, Stangen und Brücken überwunden werden. Hier ist besonders viel Geschicklichkeit gefragt. Beim Western Horsemanship und Western Pleasure wird vor allem auf eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter in allen drei Gangarten geschaut. Der Trab wird hier auch Jog genannt, der Galopp auch Lope. Beim Reining werden Spins, Stops und das Zirkeln abgefragt. Schnelle Manöver und Präzision in der Ausführung sind hier besonders wichtig.
Neben den Disziplinen ist auch das Erscheinungsbild ein ganz anderes. Die Kleidung umfasst einen Cowboyhut, Cowboystiefel, eine Jeans und ein Hemd oder eine Bluse. Beim Pferd gehört Westernsattel und eine Westerntrense zur Ausstattung.
Nun solltest du einen guten Überblick über die verschiedenen Prüfungsarten haben! Stöbere gerne mal durch unseren Shop und unsere Stories, vielleicht ist ja noch etwas Interessantes für dich dabei!