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Trensenzäume erklärt

Von Englisch-kombiniert, über mexikanisches Reithalfter bis hin zur Kandare. Trensenzäume sind heutzutage komplex aufgebaut und bilden fast eine eigene Wissenschaft. Und das zurecht, denn für jeden individuellen Pferdekopf braucht es eine gut sitzende Trense. Andernfalls kann es zu Druck- oder Scheuerstellen kommen, die deinem Liebling schaden. Die Wirkungsweise sollte an Pferd und Reiter angepasst werden, und deshalb gibt es heute so viele verschiedene Zäume. Wir erklären euch, worauf ihr achten solltet – Let´s go…

Erstmal die Basics

Eine Trense besteht im Normalfall aus einem Genickstück, einem Stirnriemen, Backenstücken, einem Kehlriemen, einem Nasenriemen, der gegebenenfalls mit einem Kinnpolster verschlossen wird, einem Gebiss und Zügel.

Die Hauptfunktionen der einzelnen Riemen sind die Gewährleistung von Halt und das Verhindern von Verrutschen oder Abziehen. Die Backenstücke dienen zudem der Befestigung eines Gebisses, und die Zügel bilden das Verbindungsstück zwischen Pferd und Reiter. 

 

 

Die verschiedenen Zäumungen

1. Englisch-kombiniertes Reithalfter

Das englische und das kombinierte Reithalfter zählen zu den gängigsten Modellen. Der Unterschied liegt beim Sperrriemen. Das englisch-kombinierte Reithalfter wird durch einen Sperrriemen ergänzt. Beim englischen Reithalfter wird der Zügeldruck auf den Nasenriemen umgelenkt. Der Sperrriemen bei der kombinierten Variante kann für eine Stabilisation des Gebisses sorgen und das Aufsperren des Pferdemauls verhindern. Wichtig ist, dass der Sperrriemen niemals zu eng verschnallt werden sollte, das kann negative Folgen für die Atmung des Pferdes haben. Wenn das Reithalfter richtig sitzt, solltest du zwei Finger zwischen Nasenriemen und Nasenrücken bekommen. Diese Art von Reithalfter ist sowohl bei Dressur als auch bei Springreitern sehr beliebt.

 

2. Schwedisches Reithalfter

Das schwedische Reithalfter ist nahezu identisch zu dem englischen Reithalfter. Der Unterschied liegt bei dem Verschluss des Nasenriemens. Der Nasenriemen ist mit einer Umlenkschnalle versehen, was ein leichteres Schließen ermöglicht. Hierbei kann es allerdings schnell dazu kommen, dass der Riemen zu eng verschnallt wird. Darauf solltest du beim Anlegen auf jeden Fall achten. Die Wirkungsweise wird ebenfalls vom Gebiss auf den Nasenriemen umgelenkt. Auch das schwedische Reithalfter gibt es in kombinierten Varianten mit Sperrriemen. Das schwedische Reithalfter von Dy´on vereint Komfort und Eleganz. Das S-förmige Genickstück sorgt für eine angenehme Druckverteilung und verhindert Scheuerstellen. Außerdem musst du hier keineswegs auf eine elegante Optik verzichten. Die geflochtenen Details am Stirn- und Nasenriemen machen das schwedische Reithalfter zu einem echten Hingucker.

 

3. Mexikanisches Reithalfter

Das mexikanische Reithalfter sieht bereits optisch etwas ausgefallener aus. Zudem variiert auch hier die Wirkungsweise zu den vorangegangenen Modellen leicht. Die Haupteinwirkung liegt wieder auf dem Nasenrücken, ist in diesem Fall allerdings viel punktueller. Der Zügeldruck wird hauptsächlich auf den Kreuzpunkt von Nasen- und Sperrriemen umgelenkt. Wichtig ist, dass keinesfalls zu viel Zügeldruck angewendet werden sollte, da es durch die punktuelle und gezielte Wirkungsweise sonst schnell zu Schäden und Folgen fürs Pferd kommen kann. Besonders beliebt ist das mexikanische Reithalfter bei Spring- oder Vielseitigkeitsreitern, da es viel Platz für die Nüstern bietet und somit mehr Atmungsfreiheit ermöglicht. 

 

4. Hannoversche Reithalfter

Beim hannoverschen Reithalfter liegt der Nasenriemen deutlich tiefer, ca. vier Fingerbreit oberhalb der Nüstern. Bei dieser Art von Reithalfter verschmilzt der Nasenriemen mit dem Sperrriemen. Ursprünglich wurde das Hannoversche Reithalfter entwickelt, um eine Seitwärtsbewegung des Unterkiefers zu verhindern. Die Wirkungsweise liegt hierbei mehr auf dem Pferdemaul und dem Nasenbein. Wichtig ist, dass dieses Reithalfter tendenziell etwas schärfer ist und eher von erfahrenen Reitern verwendet werden sollte. Das Nasenbein ist sehr empfindlich und bei einer zu groben Hand kann es zu Verknorpelungen und Schmerzen beim Pferd kommen. 

Neben diesen gängigen Modellen gibt es noch weitere Zaumzeuge, wie die Kandare oder das Micklem. Außerdem könnte man auch ein gebissloses Reithalfter in Betracht ziehen, aber dazu mehr im nächsten Blogbeitrag - #staytuned!

 

Welche Trensengröße braucht mein Pferd? – Trense richtig messen

Damit die Trense wirklich optimal sitzt, solltest du zuerst die richtige Größe ermitteln. Dafür solltest du den Kopf deines Pferdes einmal ausmessen:

- die Kopflänge (gemessen wird von Maulspalte zur Maulspalte einmal über das Genick rüber)

- die Stirnbreite (seitlich unter dem Ohr über die Stirn zum anderen Ohr)

- der Kehlriemen (gemessen wird von Ohrenansatz entlang der Lage des Kehlriemens – beim Anprobieren sollte ca. eine Faust zwischen Kiemen und Pferdekopf passen) 

- Nasenbreite (gemessen wird 2-3 Finger unter dem Jochbein und es sollte etwas großzügiger aufgerundet werden, damit der Nasenriemen nicht zu eng sitzt)

Wir haben euch eine Tabelle zusammengestellt, die euch bei der Suche der richtigen Trensengröße helfen kann. Natürlich können Größen von Hersteller zu Hersteller etwas variieren, es kann demnach sinnvoll sein, einmal beim Hersteller selbst nach einer Größentabelle zu schauen. Folgende Maße können zur Orientierung helfen: 

 

Wenn ihr nun die richtige Größe ermittelt habt, solltet ihr beim Anprobieren darauf achten, dass die Trense genug Halt hat, sodass sie nicht verrutscht. Sie sollte aber auch keinesfalls zu eng sitzen. Der Pferdekopf ist sehr empfindlich und eine zu eng anliegende Trense kann zu sehr unangenehmen Druck- oder Scheuerstellen führen. Eine Trense soll einer feineren Kommunikation zwischen Pferd und Reiter dienen und da sollte vor allem euer Liebling nicht auf Komfort verzichten müssen. 

Für noch mehr Komfort und Schutz für deinen Vierbeiner kannst du die Trense noch etwas aufpolstern. Es gibt viele verschiedene Genick- und Nasenschoner bei uns im Shop. Der Gel-, Nasen- und Genickschoner von Acavallo ist für sensible und empfindliche Pferde perfekt geeignet. Die innovative Gel-Technologie sorgt für einen optimalen Druckausgleich und soll unangenehme Reibungen verhindern. Alternativ kannst du die Trense auch mit einem Lammfellschoner aufpolstern. Der Nasen- und Genickschoner von Waldhausen bietet ultimativen Komfort und Schutz, damit dein Pferd auch mit Trense wohlfühlt. 

 

 

Die Trense als optischer Hingucker

Wenn du dich mit Funktionalität und Wirkungsweise auseinandergesetzt hast und du nun weißt, welche Trense für dich und deinen Vierbeiner am besten geeignet ist, kommt der schönste Teil: Details und Design. Ob braunes oder schwarzes Leder, ein weiß unterlegter Nasenriemen, Lack oder Glitzerdetails – du hast die Wahl! Hier kannst du dich ausleben und schauen, was dir am besten gefällt. Bei vielen Trensen kannst du einzelne Teile auch austauschen und variieren. Zu dem Trensenzaum X-Line von Waldhausen gibt es zum Beispiel verschiedene Stirnriemen mit Strasssteinen in vielen Farben und Ausführungen. Lass deiner Kreativität freien Lauf – viel Spaß beim Shoppen!

 

 

 

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